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Interview mit Christian Cyriak Steiner

Steckbrief

Bild Interview mit Christian Cyriak Steiner

Mein Lebensmotto: Mit Handschlagqualität, Bodenständigkeit und Leidenschaft kommt man am weitesten.

Mein Lieblingsplatz im Hotel: Ganz klar unser Innenhof in den frühen Morgenstunden – wenn langsam Leben einkehrt und man die Ruhe vom Gutshof noch richtig spürt.

3 Worte, die mich beschreiben: bodenständig, verlässlich, humorvoll

Das gibt mir im Hotelalltag Energie: Zufriedene Gäste, ein motiviertes Team und das Gefühl, gemeinsam etwas weiterzuführen, das über Generationen gewachsen ist.

Mein schönstes Erlebnis als Jung-Hotelier: Der Moment, als wir nach dem ersten Jahr gemeinsam mit unserem Team gesehen haben: Wir haben es geschafft, das Pichlmayrgut mit Herz und Zusammenhalt weiterzuführen – darauf bin ich unglaublich stolz.

Wenn ich frei habe, bin ich meistens mit dem Rennrad unterwegs, auf Skiern am Berg oder draußen in der Natur auf der Jagd.

Mein aktueller Lieblingssong: Eher quer durch die Bank – Hauptsache gute Stimmung. Beim Autofahren darf’s aber gern etwas sein, das Energie gibt.

Als Kind wollte ich unbedingt werden: Irgendwas draußen in der Natur – Förster, Landwirt oder Sportler. Dass es einmal der Hotelier wird, war damals noch nicht so klar.

Mein größtes Talent: Meine größte Stärke ist, dass ich auch in stressigen Situationen ruhig und ausgeglichen bleibe. Diese Ruhe hilft mir im täglichen Hotelalltag enorm – sowohl im Umgang mit Gästen als auch im Team. Außerdem fällt es mir leicht, Menschen zusammenzubringen und den Überblick zu behalten.

Meine größte Schwäche: Ehrlich gesagt tue ich mich manchmal schwer, wirklich abzuschalten – wenn man Gastgeber mit Herz ist, ist man gedanklich eigentlich immer im Betrieb.

INTERVIEW MIT CHRISTIAN CYRIAK STEINER jun.

Lieber Christian, seit gut einem Jahr führst du nach dem plötzlichen Tod deines Vaters das Hotel gemeinsam mit deiner Familie weiter. Das Haus blickt auf eine lange Geschichte zurück – wo ist es dir besonders wichtig, Bewährtes zu erhalten, und wo möchtest du bewusst neue Impulse setzen?

Mir ist besonders wichtig, dass das Pichlmayrgut seinen ursprünglichen Charakter behält. Unsere Gäste sollen spüren, dass hier Geschichte, Tradition und echte Gastfreundschaft gelebt werden. Dazu gehören die familiäre Atmosphäre, unsere Landwirtschaft, die Verbundenheit zur Region und der persönliche Umgang mit den Gästen.

Gleichzeitig möchte ich neue Impulse setzen – vor allem im Bereich Qualität, Mitarbeiterführung und moderne Seminarangebote. Wir wollen ein Haus bleiben, das sich weiterentwickelt, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Gerade als junge Generation sehe ich es als meine Aufgabe, Tradition und neue Ideen sinnvoll zu verbinden.

Was macht das Hotel Pichlmayrgut als Seminarhotel einzigartig?

Ich glaube, es ist diese Kombination aus professionellem Seminarhotel und echter Natürlichkeit. Bei uns tagen die Gäste nicht in einem anonymen Businesshotel, sondern auf einem gewachsenen Gutshof mitten in der Natur.

Viele Seminarteilnehmer schätzen genau das: Nach einem intensiven Seminartag kann man direkt raus in die Berge, durchatmen oder bei regionalem Essen zusammensitzen. Dazu kommt unsere persönliche Betreuung – wir versuchen wirklich, auf individuelle Wünsche einzugehen und flexibel zu sein.

Was ist bei euch „Selbstverständlich“ - worauf können sich Trainer bzw. Seminargäste freuen?

Für uns ist selbstverständlich, dass sich Gäste ehrlich willkommen fühlen. Dazu gehört Verlässlichkeit, Handschlagqualität und ein Team, das mit Freude Gastgeber ist.

Trainer und Seminargäste können sich auf gut ausgestattete Seminarräume, unkomplizierte Abläufe und eine ruhige Umgebung konzentrieren. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf gutes Essen, persönliche Betreuung und kleine Aufmerksamkeiten, die oft den Unterschied machen.

Welche Rahmenprogramme oder Erlebnisse sind für dich ein absolutes Muss für Seminargäste?

Am schönsten ist es eigentlich, wenn die Gäste die Natur rund ums Pichlmayrgut erleben. Eine gemeinsame Wanderung, eine E-Bike-Tour oder im Winter ein gemütlicher Hüttenabend bleiben oft länger in Erinnerung als der Seminarraum selbst.

Persönlich empfehle ich immer Aktivitäten, bei denen Menschen gemeinsam etwas erleben und abschalten können – genau dort entstehen oft die besten Gespräche und Ideen.

Dein Alltag ist sicher alles andere als eintönig – wie sieht ein typischer Tag als Hotelier im Pichlmayrgut aus?

Ganz ehrlich: Kein Tag ist wie der andere – und genau das gefällt mir daran. Meistens startet der Tag früh mit einer Runde durch den Betrieb. Danach wechseln sich Gespräche mit Gästen, Abstimmungen mit unserem Team, organisatorische Themen und natürlich auch Arbeiten rund um die Landwirtschaft ab.

Zwischendurch versuche ich immer, mir Zeit für unsere Gäste zu nehmen. Mir ist wichtig, präsent zu sein und selbst mitanzupacken, wenn es notwendig ist. Und manchmal endet der Tag dann auch später bei einem gemütlichen Gespräch an der Hotelbar.

Was hat dich in deiner neuen Rolle als Hotelier am meisten geprägt? Wie hat sich dein Blick auf das Hotel verändert, seit du es führst?

Sicher die Verantwortung – für die Familie, unser Team und den gesamten Betrieb. Man sieht plötzlich viele Dinge mit anderen Augen und versteht erst richtig, wie viel Herzblut hinter so einem Haus steckt.

Mein Blick auf das Hotel ist heute noch emotionaler geworden. Früher war das Pichlmayrgut mein Zuhause – heute ist es zusätzlich eine Aufgabe, die ich mit großem Respekt weiterführen darf.

Und zum Abschluss: Beschreibe das Hotel Pichlmayrgut in 3 Worten?

Echt. Herzlich. Verwurzelt.