Interview mit Alexander Ipp

Interview mit Alexander Ipp

Symposion
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Hotel Althof Retz
Althofgasse 14
2070 Retz, Österreich

Tel.: +43 (2942) 3711
Fax: +43 (2942) 3711 - 55

www.althof.at

Steckbrief

Familienstand verheiratet, zwei Söhne (Albert und Bernhard)
Sternzeichen (typischer) Zwilling
Lieblingsessen Alles, was gut ist
Lieblingsgetränk Weinviertler Wein und Traubensaft
Lieblingsfilm kein spezieller
Lieblingsbuch Biographien von außergewöhnlichen Menschen
Lieblingsmaler Monet und andere Impressionisten
Lieblingsurlaubsziel Österreich
Meine Hobbys sind meine Familie, Sport, Musik, Theater
Freunde sind für mich wichtiger Bestandteil meines Lebens
Die beeindruckendste Persönlichkeit im Moment Barack Obama

Was hat Sie bewegt, Hotelier zu werden?
Seit meiner Hotelfachschulzeit war und ist Hotelier mein Traumberuf. Der Anspruch an viele Tugenden macht diesen Job abwechslungsreich wie kaum einen anderen. Er fordert einen als Gastgeber, Kommunikator, Teamleader, Immobilienverwalter, Bauherr und in jedem Fall auch als Entwickler und Innovator. Diese Vielseitigkeit entspricht meinem Naturell und kommt dem unsteten Wesen des Zwillings fast zugute.

Wie sieht der abwechslungsreiche Alltag eines Hotelliers am Beispiel eines ganz normalen Arbeitstages aus?
Begrüßungsrunde bei den Frühstücksgästen, Morgenbesprechung über die wichtigsten Dinge des Tages mit den Abteilungsleitern, Büro, mittags unterwegs bei den Seminargästen, Termine, Workshops, Meetings, kurze Gäste-Rallye am Abend, etc.

Ein abwechslungsreicher, aber sicher auch anstrengender Alltag, doch gerade schöne Erlebnisse mit Gästen versüßen diesen Ablauf. Schildern Sie uns das schönste Erlebnis, das Sie in Ihrem Hotel hatten?
Ein Bräutigam hatte vor lauter Aufregung seine Krawatte zu Hause vergessen. Es war Samstag 14 00 Uhr – kurz vor der Trauung. Zufällig bekam ich diese Situation mit und holte ein passendes Stück aus meinem persönlichen Kleiderschrank. Er war begeistert und die Hochzeit quasi gerettet. Als er sie mir zurückgeben wollte meinte ich, er möge sie behalten. Sie hätte für ihn nun einen wesentlich höheren Wert, als für mich. Fast gerührt verlies er mit seiner Frau dann das Hotel. Vor wenigen Tagen erhielt ich ein E-Mail, dass er die Krawatte – umwickelt von der roten Masche, die ich damals herumgebunden hatte – noch immer im Schrank hätte, obwohl die Hochzeit bereits 2001 stattfand. Menschen mit seinem Beruf Freude zu bereiten, ist wohl eines der schönsten Dinge auf der Welt!

Leben Sie im Hotel oder extern?
Extern – und das gerne. Es ist wichtig, sein Hotel jeden Tag aufs Neue zu betreten.

Bleibt auch noch genügend Zeit für Hobbies?
Auch wenn der Job natürlich viel Zeit kostet, dürfen vor allem Familie und ein wenig Sport und Kultur auch nicht zu kurz kommen.

Was unterscheidet Ihr Hotel von anderen Hotels?
Wir versuchen gut in 100 kleinen Dingen zu sein. Unserer Meinung nach ist eine herzlich gelebte Dienstleistung das einzig mögliche Unterscheidungsmerkmal zum Mitbewerb.

Worauf schauen Sie bei anderen Hotels?
Zuerst auf die Mitarbeiter und Servicekultur, dann erst auf die Hardware!

Wer ist Ihre größte Stütze in Ihrem Unternehmen?
Alle unsere Mit-Gastgeber sind grundsätzlich gleich wichtig und auch gleich wertvoll. Natürlich haben die AbteilungsleiterInnen mehr Verantwortung und einen etwas anderen Stellenwert.

Was tun Sie für Ihre Mitarbeiter damit Sie langfristig im Unternehmen bleiben?
Unser Unternehmen ist kein klassischer Familienbetrieb, aber sehr familiär geführt. Wir pflegen eine sehr offene Kommunikationskultur. Ich denke, dass das die höchste Wertschätzung – neben anderen kleinen Anreizen - erzeugt.

Welche Visionen haben Sie für sich persönlich und für Ihr Unternehmen?
Weiterhin behutsam zu wachsen.

Wo sehen Sie Ihren Betrieb und den Seminartourismus im Jahr 2015?
Der Seminartourismus wird – auch in schwierigen Zeiten – wichtig bleiben. Bei stabiler Qualität wird unser Unternehmen, wie die Seminarhotellerie ganz allgemein auch in Zukunft erfolgreich sein.